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Die Geschichte Saudi-Arabiens reicht zurück bis in das Jahr 1747, als der Herrscher von Diriyyah, auf dem zentralen Hochplateau der arabischen Halbinsel, Muhammad Bin Saud, ein Bündnis zwischen dem Islamgelehrten und Reformer Muhammad Bin Abdulwahab einging. Dieses Bündnis führte zur Gründung des ersten Saudischen Staates, mit seiner Hauptstadt Diriyyah, 25 km entfernt vom heutigen Stadtzentrum von Riad. 1817 wurde Diriyyah nach 6-monatiger Belagerung von einer 10.000 Mann starken osmanischen Armee zerstört. Der Herrscher von Dirriyyah, Abdullah Bin Saud, wurde in Istanbul hingerichtet. Nach internen Auseinandersetzugen und dem Abzug der osmanischen Truppen im Jahre 1824 gründete Turki Bin Abdullah Bin Saud den zweiten Saudischen Staat. Als Hauptstadt wählte er Riad. Im 19 Jahrhundert beherrschte die Familie Saud den größten Teil der arabischen Halbinsel, bis dann im Jahre 1891 Riad vom Stamm der Al-Raschied eingenommen wurde. Zur gleichen Zeit hatten britische Streitkräfte Seestützpunkte am Golf errichtet und die Osmanen Al-Asha erorbert. Die Saud-Familie floh nach Kuwait. 1902 konnte der 21-jährige Abdulaziz Bin Abdurahman Al-Saud Riad zurückerobern und führte in den folgenden drei Jahrzehnten die vielen verstreuten Stämme unter der Flagge des islamischen Monotheismus in einer Nation zusammen. Nachdem er in Jeddah das Rote Meer erreicht hatte, rückte er die heiligen Städte Mekka und Medina ein und gründete daraufhin das Königreich Saudi-Arabien. Wenige Jahre später wurde Erdöl im Persischen Golf entdeckt.



Landesbezeichnung
Übliche Langform: Königreich Saudi-Arabien Übliche Kurzform: Saudi-Arabien
Lokal Langform: Al Mamlakah al Arabiyah as Suudiyah Lokale Kurzform: Al Arabiyah as Suudiyah


Geographische Lage
Mittlerer Osten / Asien, grenzt an den Persischen Golf und das Rote Meer.

Landesgrenzen
Landesumfang: 4.415 km;
Nachbarstaaten: Jordanien, Irak, Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Jemen.

Area-comparative:
Die Landesfläche beträgt etwas mehr als ein Fünftel der Größe der USA. Saudi-Arabien ist mehr als fünfmal so groß wie Deutschland.
 
Internet Landescode

sa

Regierungsform
Erbmonarchie, Dynastie der Al-Saud. Ein Konsultativrat (Majlis Al-Shura) berät den König. König, Premierminister und Präsident der Nationalgarde in einer Person ist – seit dem Tod seines Bruders Fahd am 01. August 2005 – Abdullah Bin Abdulaziz. Stellvertretender Premierminister und Minister für Verteidigung und Luftfahrt ist Kronprinz Sultan Bin Abdulaziz.

 

Bevölkerung
24 Millionen (Ende 2006), davon zwei Drittel Saudis, ein Drittel Ausländer unterschiedlicher Nationalität. Bevölkerungswachstum: 3% jährlich.

Hauptstadt
Riad; 5 Millionen Einwohner, jährliches Wachstum 8%. In weniger als 100 Jahren hat sich die Stadtfläche um mehr als das Tausendfache vergrößert – ein Weltrekord!

Verfassung
Die Macht des Königs wird durch die Scharia (islamisches Recht) begrenzt. 1993 verkündete der König eine Verfassung, die unter anderem die Rechte und Pflichten der Regierung regelt. 2006 wurde ein Gesetz zur Regelung der Thronfolge verabschiedet.

Rechtssystem
Grundlage ist das islamische Recht, unter dessen Beachtung zahlreiche Spezialgesetze erlassen wurden.

Kabinett

Ministerrat, dessen Mitglieder vom König ernannt werden..

Gesetzgebung
Der Konsultativrat besteht aus 120 Mitgliedern, die für vier Jahre bestellt werden. Der König ernennt einen Vorsitzenden. 2006 wurden erstmals Wahlen auf kommunaler Ebene durchgeführt. Die Wahl der Hälfte der Mitglieder des Konsultativrates durch die Bevölkerung ist im Gespräch.

Judikative
Schariagerichte; zweistufiges System mit dem „Obersten Gerichtsrat“ an der Spitze. Viele Handelssachen werden vor das Board of Grievances (zweistufig) und andere besondere Streitbeilegungskommissionen gebracht. Eine umfassende Reform des Gerichtswesens ist in Vorbereitung.


Die Wirtschaft basiert weitgehend auf der Förderung und dem Handel mit Erdöl. Saudi-Arabien ist das Land mit den reichsten Erdölvorkommen (26 % aller bekannten Erdölreserven) und der größte Produzent von Erdöl weltweit. Das Land ist das führende Mitglied der Kartellorganisation OPEC. Etwa 35% des Bruttoinlandsprodukts Saudi-Arabiens wird durch die Privatwirtschaft erzielt. Die saudische Regierung Privatisierungen zu einem Hauptvektor ihrer Politik gemacht. Sie hat hierzu im August 1999 einen "Obersten Wirtschaftsrat" gegründet, der Investitionen, Privatisierungen und den breiten wirtschaftlichen Mittelstand fördern und damit Arbeitsplätze für saudische Staatsbürger schaffen soll. Im Mai 2000 wurde ein neues Gesetz erlassen, das ausländische Investitionen anlocken soll. Das Gesetz erlaubt es ausländischen Investoren, als Alleingesellschafter ohne saudischen „Sponsor“ im Lande tätig zu werden. Auch wurde die Allgemeine Saudische Investitionsbehörde (SAGIA) gegründet, die Gesellschaftgründungen "aus einer Hand" ermöglicht. Der Spitzensteuersatz wurde von 45% auf 20% gesenkt. Die GCC-Mitgliedsländer (Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die VAE) gründeten 2003 eine Zollunion. Darüber hinaus plant die GCC eine gemeinsame Währung ab dem Jahr 2010. Nach jahrzehntelangen Verhandlungen trat Saudi-Arabien im Dezember 2005 der Welthandelsorganisation WTO bei. Aufgrund der stark gestiegenen Ölpreise war 2005 ein Jahr mit starkem wirtschaftlichem Wachstum, so dass die saudische Regierung die öffentliche Schuldenlast von über 100% auf einen Wert von 28% des Bruttoinlandsprodukts drücken konnte. Zur gleichen Zeit hat man gewaltige Projekte mit einem Gesamtumfang von mehr als einer Billion SAR (entspricht ca. 200 Mrd. €) in Angriff genommen.




Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts

In 2007, bei einem nachgebenden Ölpreis von durchschnittlich 55$ pro Barrel und sinkender Produktion von durchschnittlich 8,44 Millionen Barrel pro Tag wird für das BIP auf Grund der anlaufenden Großprojekte ein Wachstum um 4,5% (2006: 4,2%) erwartet. Das Wachstum im Privatsektor soll 6,0% betragen (2006: 6,3%). Die öffentlichen Ausgaben werden voraussichtlich auf 437 Mrd. SAR ansteigen (2006: 390 Mrd. SAR; 2005: 341 Mrd. SAR). Die Verschuldung der öffentlichen Hand soll weiter sinken, auf 305 Mrd. SAR (2006: 366 Mrd. SAR; 2005: 475 Mrd. SAR).


Öl

Nach Angaben des Oil and Gas Journal besitzt Saudi-Arabien nachgewiesene Erdölreserven von 261,9 Mrd. Barrel (einschließlich 2,5 Mrd. Barrel in der saudi-kuwaitischen "Neutralen Zone") und damit mehr als ein Viertel der weltweiten Ölvorkommen. Rund zwei Drittel der saudischen Vorkommen werden als "leichtes" oder "extra leichtes", der Rest als "mittleres" oder "schweres" Öl eingestuft. Obwohl in Saudi-Arabien etwa 80 Öl- und Gasfelder liegen (und über 1.000 Förderungsstellen), so konzentrieren sich mehr als die Hälfte der Ölvorkommen in nur acht Feldern, insbesondere Ghawar, dem weltweit größten Ölfeld mit schätzungsweise noch 70 Mrd. Barrel und Safaniya, dem weltweit größten unterseeischen Ölfeld mit schätzungsweise noch 35 Mrd. Barrel. Ghawars Hauptförderstellen von Nord nach Süd sind: Ain Dar, Shedgum, Uthmaniyah, Hawiyah und Haradh. Ghawar bestreitet gegenwärtig die Hälfte der Saudi-Arabischen Ölförderung. Derzeit liegt die Ölproduktion bei 10,5-11,0 Mio. Barrel/Tag und Saudi-Arabien erklärt, dass es die Kapazitäten in Zukunft "leicht" auf 15 Mio. Barrel/Tag hochfahren und dieses Niveau dann 50 Jahre halten könne. Der Vizepräsident der staatlichen saudischen Ölförderungsgesellschaft Saudi Aramco erklärte im Juni 2005, dass Saudi-Arabien bis 2009 seine Produktionskapazitäten auf mehr als 12 Mio. Barrel/Tag erhöhen werde und, wenn die Marktlage dies erfordere, in den folgenden Jahren auf 15 Mio. Barrel/Tag.

Exporte, Häfen, Leitungen, Schifffart

Saudi-Arabien ist Haupterdöllieferant für die USA und Europa. Asien (insbesondere China, Japan, Südkorea and Indien) nimmt mittlerweile jedoch bereits 60% der gesamten saudi-arabischen Rohölexporte ab und ist ebenso Hauptabnehmer der raffinierten Mineralölprodukte. Der in Bau befindliche Containerhafen der neuen King Abdullah Economic City (KAEC) am Roten Meer, 150 km nördlich von Jeddah, ist auf eine Kapazität von 6 Mio. Containern pro Jahr ausgelegegt, also etwa die Hälfte des Containerverkehrs im Suezkanal und im Roten Meer. Der Hafen wird an das saudi-arabische Eisenbahnnetz, das derzeit bis ans Rote Meer ausgebaut wird, angeschlossen.

Raffination

In Saudi-Arabien gibt es derzeit acht Raffinerien mit einer Kapazität von insgesamt 1,75 Mio. Barrel/Tag, plus Kapazitäten in Übersee von 1,6 Mio Barrel/Tag. Weitere Export-Raffinieren werden gegenwärtig errichtet oder befinden sich in Planung.

Erdgas

Nach Angaben des Oil and Gas Journal besitzt Saudi-Arabien geschätzte Erdgasvorkommen von 235 Billionen Kubikfuß, und nimmt damit weltweit Platz 4 nach Russland, Iran und Katar ein. Der größte Teil (etwa 60%) der nachgewiesenen Vorkommen besteht aus assoziiertem Gas, hauptsächlich von dem Erdölfeld Ghawar und den unterseeischen Safaniya und Zuluf Feldern. Unter der Nationalen Gas Initiative, die erstmals den Erdgasbereich für fremde Investoren öffnet, werden gegenwärtig neue Gasvorkommen von internationalen Konsortien erschlossen.

Die weltweit größten Erölvorkommen, politische Stabilität, eine moderne und rapide expandierende Infrastruktur, gewaltige Finanzreserven und ein wachsende Bevölkerung mit einer vorausschauenden Regierung, die sich wie nie zuvor zur Umsetzung weiterer Reformen verpflichtet fühlt, machen Saudi-Arabien einen idealen Standort für IHRE Investitionen.

Wir, die Rechtsanwaltskanzlei Al-Soaib, verstehen uns als IHRE BRÜCKE nach Saudi-Arabien.

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